Ich male das, was ich sehe. Das sich Hineinfallenlassen in ein Bild und sich Davontragenlassen in eine neue Welt, jenseits festgelegter Begriffe und Deutungen, den Blick weit werden lassen, sich vom Bekannten – in einen neuen Zusammenhang gestellt – überraschen zu lassen, das erlebe ich beim Malen, ist meine Intention und führt mich in dieser Versenkung. Es ist immer meine Sicht der Welt.

Zunächst schemenhaft vor Augen, werden die Bilder im Prozess des Malens sichtbar. Bilder zu schaffen, die den Raum erweiteren und neue Sichtweisen ermöglichen, Bilder zu schaffen, die innerlich berühren, die aus sich heraus in ihrer eigenen Sprache sprechen, Bilder, die manchmal ein Herzklopfen auslösen. Bilder, die nicht berechnend in Kenntnis formal ästhetischen Gefallens gemalt werden. Das treibt mich an. Kleinere poetische Texte, die ich schreibe, gesellen sich vermehrt zu den Bildern. Sie sind aber nicht als  Erklärungshilfen für den Betrachter gedacht, sondern eigenständig zu sehen und dabei doch ein Teil des Werkes.

Meine Malmittel: Leinwand, Karton, Acryl, Kreide, Stifte, Papier-/Tapeten-/Zeitungsreste und gerne Glanzbildchen, so wie man sie aus den Poesiealben kennt. Ich freue mich übrigens solche Bildchen geschenkt zu bekommen, gerne mit Album und auch beschädigt.

 

 

 

Hildegard Müller • Ateliergemeinschaft SmitH (S. Geel mit H.Müller) • Elisabethenstr. 5 • 55130 Mainz • E-Mail: mail@himue.de